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Mitteldeutsche Zeitung: Öffentlicher Dienst Kommunaler Arbeitgeber Sachsen-Anhalts fürchten Millionenkosten

Halle (ots) - Die Reaktionen der kommunaler Spitzenverbände in Sachsen-Anhalt auf die Tarifeinigung im öffentlichen Dienst waren gestern gemischt bis skeptisch. "Das ist jetzt gerade für die finanzschwachen Kommunen bei uns eine schwierige Situation. Wir müssen sehen, wie wir das verkraften," sagte Jürgen Leindecker, Geschäftsführer Städte- und Gemeindebund Sachsen-Anhalt, der in Halle erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung (Mittwochausgabe). Ähnliche Bedenken äußerte auch Heinz-Lothar Theel, Geschäftsführer des Landkreistages Sachsen-Anhalt: "Das wird eine harte Aufgabe für die jetzt neu zu wählenden Kommunalparlamente. Die Steigerung ist deutlich und in dieser Größenordnung nicht eingeplant. Um das zu finanzieren, werden alle Ausgaben auf den Prüfstand gestellt werden müssen. Die Steigerung trifft den Osten stärker als den Westen, weil wir kaum kommunale Beamte haben. Bei unseren Kommunen in Sachsen-Anhalt sind nur drei Prozent der Beschäftigten Beamte." Detlev Lehmann, Geschäftsführer des Kommunalen Arbeitgeberverbandes Sachsen-Anhalt, sagte auf Nachfrage der MZ: "In Sachsen-Anhalt gibt es 61 000 tarifgebundene Beschäftigte in den Verwaltungen und kommunalen Unternehmen. Die Tarifeinigung kostet über die zwei Jahre nach ersten abschätzenden Berechnungen etwa 128 Million Euro (70 Millionen für 2014, 58 Millionen für 2015). "Wenn man die eigentliche Gewerkschafts-Forderung bedenkt, ist das ein guter Abschluss. Wenn man davon ausgeht, das ein Großteil der Kommunen sich in der Konsolidierung befindet, wird es allerdings schmerzhaft."

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