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Mitteldeutsche Zeitung: zu Koalition/Betreuungsgeld

Halle (ots) - Das Betreuungsgeld nämlich kann nicht überzeugen. Niemand kann ausschließen, dass verantwortungslose Eltern es zweckentfremden, statt es ihren Kindern zukommen zu lassen. Es war deshalb ein schwerer strategischer Fehler, dass der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer so vehement auf dieses Instrument scheinbar konservativer Familienpolitik gesetzt hat. Bayerns Ministerpräsident steht als Verlierer schon fest. Zu dem strategischen gesellt sich ein taktischer Fehler. Die Familienpolitiker der Union waren so unklug, die FDP in ihre letzten Gespräche über das Thema nicht mit einzubeziehen. Sie lieferten den Liberalen einen billigen Vorwand zur Blockade. Nein, die schwarz-gelbe Koalition wird auch das nicht umhauen. Aber ob das Betreuungsgeld jemals kommt, steht in den Sternen.

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