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Mitteldeutsche Zeitung: zu DDR-Doping

Halle (ots) - Die Fakten, die Spitzenfunktionär Köhler jetzt zum Staatsdoping auf den Tisch gelegt hat, sind bekannt. Und die mitgelieferte Schutzbehauptung, die Athleten seien einverstanden gewesen, kann man nicht anders als zynisch nennen. Selbst wenn die Sportler wohl wussten, dass die Pillen der Leistungssteigerung dienen sollten, wird ihnen kaum klar gewesen sein, dass sie damit unkalkulierbare gesundheitliche Risiken eingingen. Wer damals im Sport eine Chance für sich sah, die Spitze zu erreichen, war außerdem unter Umständen schnell bereit, Bedenken beiseite zu schieben. Denn sportlicher Erfolg bedeutete auch ein höheres Sozialprestige. Ein paar Privilegien - und vor allem Westreisen kamen hinzu. Den Missbrauch der Betroffenen zu leugnen heißt aber: Nicht die Täter, die Opfer selber wären schuld.

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