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Mitteldeutsche Zeitung: zu Lafontaine

    Halle (ots) - Der Mann von der Saar steht nicht mehr zur Verfügung. Das ist ein Verlust. Es kann aber auch eine Chance sein. Erwachsen werden heiß nicht zuletzt: Ohne den Vater auszukommen. Immerhin: Gregor Gysi, der andere Familienvorstand ist noch da - auch wenn er sich selbst gern überflüssig machen würde. Eine Chance kann Oskar Lafontaines Abschied auch deshalb sein, weil er zuletzt über weite Strecken weniger Integrierte als polarisierte. Einerseits hat er die ostdeutsche Regionalpartei PDS durch sein Häuflein versprengter Westlinker namens WASG, vor allem aber durch seine Person zu einer bundesweit ernst zu nehmenden Größe gemacht. Andererseits fühlt sich die Nomenklatura der Linken in den neuen Bundesländern immer mehr durch (s)einen Kurs behindert, den sie als doktrinär empfindet. Sie will Regierungen bilden - nicht Prinzipien reiten.

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