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Mitteldeutsche Zeitung: zur Buchmesse

    Halle (ots) - China kennt keine Demokratie und keine Pressefreiheit, aber trotzdem will man es aufs Herzlichste als Gastland der Buchmesse willkommen heißen, die heute in Frankfurt eröffnet wird. Ein Spagat, der zwangsläufig zu Verspannungen führen muss. Bereits im Vorfeld gab es Anlass zu Gelächter: Einladungen wurden ausgesprochen, zurückgenommen und das Zurückgenommene rückgängig gemacht. Solcherart erscheint die mediale Aufmerksamkeitswelle als übergroß, die diese Buchmesse seit Wochen vor sich herschiebt; einzigartig ist sie nicht. Denn die Frankfurter Buchmesse ist vor allem ein Ort des Marktes, nicht der Moral. Das muss man deutlich feststellen, um sich fortan die Erregungen um einen Gast zu ersparen, den man doch sehenden Auges gerufen hat. Man begrüßt in Frankfurt Kunden, keine Freunde.

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