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Mitteldeutsche Zeitung: zu Mauer-Gedenken

    Halle (ots) - Aus diesem Anlass werden Kränze, Blumen und feierliche Reden abgegeben. Das muss ist in Ordnung. Zugleich regt sich bei manchen das mulmige Gefühl, dass namentlich die jungen Leute viel zu wenig über deutsche Geschichte wissen, zumal über die Zeit der staatlichen Teilung. Erschwerend kommt hinzu, dass eine gewisse Verklärung der DDR eingetreten ist, in der nicht alles schlecht gewesen sei. Eine gefährliche Banalisierung, gewiss. Und schon wird gemahnt, nach Schuldigen gesucht. So gut es aber zweifellos ist, dem Staat auf die Finger zu sehen - so lohnend ist die Selbstbefragung: Wo man im Familienkreis nicht auch über das Vergangene spricht, wird wenig Neugier zu erwarten sein. Eltern sind gefragt. Und Offenheit. Verordnete Geschichtsbilder hingegen sind langweilig.

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