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Mitteldeutsche Zeitung: Volksabstimmung in Berlin
Gysi plädiert für Ethik-Unterricht für alle Schüler

    Halle (ots) - Der Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag, Gregor Gysi, hält es für denkbar und wünschenswert, dass eine Niederlage der Initiative "Pro Reli" in Berlin Auswirkungen auf ganz Deutschland hat. "Wenn Pro Reli verliert, dann können zunächst in weiteren Großstädten und danach in ländlichen Gegenden Diskussionen entstehen, ob es nicht sinnvoll ist, zusätzlich einen gemeinsamen Ethik-Unterricht für alle Schüler anzubieten", sagte er der in Halle erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung (Sonnabend-Ausgabe). Die Berliner stimmen morgen in einem Volksentscheid darüber ab, ob an öffentlichen Schulen Religion als reguläres Schulfach alternativ zum Fach Ethik gewählt werden kann. Seit 2006 ist Ethik in Berlin vom siebten bis zehnten Schuljahr Pflicht für alle, Religion kann als freiwilliges Zusatzangebot gewählt werden. Aus Sicht der Initiative "Pro Reli" sollte in einer multikulturellen Stadt wie Berlin jeder Schüler zwischen Ethik, Religion und Weltanschauungsunterricht wählen können Gysi plädierte dafür, "dass alle Kinder zusammen im Fach Ethik über alle großen Religionen, Philosophien und Grundwerte in Toleranz zueinander erzogen werden". Zusätzlich könne jedes Kind Religionsunterricht nehmen. Wäre er selbst streng religiös, würde er bei seinen "Kindern darauf bestehen, dass sie beides tun."

    Markus Decker Parlamentsredaktion Mitteldeutsche Zeitung

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