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Mitteldeutsche Zeitung: zu Union und Mehrwertsteuer

    Halle (ots) - Horst Seehofer benimmt sich wie eine Wetterfahne, die erwartet, dass sich der Wind nach ihr richtet. Klappt das nicht, dann wendet er sich schnell und behauptet, die Brise komme steif von vorn. Das ist die hohe Schule des Politklamauks. Die hohe Schule der Staatskunst ist es nicht.  Der bayerische Ministerpräsident hat tagelang gefordert, die Mehrwertsteuer auf Handwerkleistungen zu senken, ganz so wie es die EU erlaubt. Dafür gibt es viele gute Gründe, aber kein Geld. Nun lenkt er ein und behauptet, die Sozialdemokraten seien schuld. Das ist wieder schlau, aber nicht klug. Denn bei der Mehrwertsteuer gibt es tatsächlich allerhand zu regeln. Etwa die Frage, warum sie für Babynahrung 19 Prozent beträgt und für Hundefutter sieben. Eigentlich eine schöne Aufgabe für einflussreiche Ministerpräsidenten. Nur: Radau machen lässt sich damit nicht. Also keine Sache für Horst Seehofer.

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