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Mitteldeutsche Zeitung: zu Bahn-Skandal

    Halle (ots) - Über das in deutschen Großkonzernen fehlende (Un)Rechtsbewusstsein kann man  nur noch den Kopf schütteln. Vor einem halben Jahr erklärte der Anti-Korruptions-Beauftragteder Bahn, Wolfgang Schaupensteiner, sein Unternehmen habe sich nichts vorzuwerfen. Gestern stellte sich heraus, dass diese Darstellung nicht haltbar ist. Im Gegenteil: Um Verstöße im Bereich Korruption aufzudecken, war die Bahn offenbar bereit, Verstöße gegen den Datenschutz billigend in Kauf zu nehmen. Dass sie wussten, was sie taten, zeigt allein der Umstand, dass es zwischen der Bahn und ihrem verlängerten Arm, der Network Deutschland, keinen schriftlichen Vertrag gibt. Die Parallelen zur Telekom-Affäre sind deutlich. Im Kampf um die Sicherung eigener Interessen waren Bahn und Telekom alle Mittel recht.

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