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Mitteldeutsche Zeitung: zu Metalltarif

    Halle (ots) - Die IG Metall zieht mit der höchsten Lohnforderung seit 16 Jahren in die Tarifrunde 2009. Acht Prozent mehr Lohn und Gehalt - aus Sicht der Gewerkschaft und der 3,6 Millionen Beschäftigten mag die üppige Forderung berechtigt erscheinen. In ihr spiegeln sich die rasanten Preissteigerungen der letzten Monate und das Gefühl vieler Arbeitnehmer wider, im Aufschwung zu kurz gekommen zu sein. Berücksichtigt man indes das gesamtwirtschaftliche Umfeld, muss man den IG-Metall-Funktionären den Abschied von jeder tarifpolitischen Vernunft bescheinigen. Wie sich acht Prozent mit einem rapide beschleunigten Abschwung und einer monströsen Finanzkrise vertragen, bleibt das Geheimnis der Gewerkschaft. Setzt sich die IG Metall durch, wird die Signalwirkung auf andere Branchen beträchtlich sein - und der Abschwung weiter an Fahrt aufnehmen.

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