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Mitteldeutsche Zeitung: Ärztemangel Unikliniken fehlen Professoren - Bewerber machen Bogen um Halle und Magdeburg

    Halle (ots) - Den sachsen-anhaltischen Universitätskliniken in Halle und Magdeburg fehlen Professoren. Von 60 Professorenstellen sind derzeit acht unbesetzt. Das berichtet die in Halle erscheinende Mitteldeutsche Zeitung (Mittwochausgabe). Damit habe der Ärztemangel im Land die beiden Universitätskliniken erreicht, sagte Henning Friebel, Präsident der Landes-Ärztekammer, der Zeitung.  Die Ärztekammer sieht darin eine Gefährdung der Hochschullandschaft. Laut Friebel ist ein Grund für die hohe Zahl offener Stellen, dass Halle und Magdeburg für Bewerber nicht so attraktiv seien wie Standorte in Westdeutschland. So würden zum Beispiel die Professorenstellen über höhere Chefarztgehälter dort deutlich besser vergütet als im Osten.   Problematisch sei der Mangel an Professoren nicht nur bei der Ausbildung junger Mediziner, sondern auch bei der Weiterbildung der Fachärzte, so Friebel. "Wenn ganze Strukturen wegbrechen, müssen wir uns über den Weggang von Ärzten aus unserem Bundesland nicht wundern", sagte er. Kultusminister Jan-Hendrik Olbertz (parteilos) hält die Situation nicht für dramatisch, räumte die Probleme aber ein. "Bei den Gehältern können wir den Wettbewerb so noch nicht aufnehmen", sagte er der Zeitung.

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