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Mitteldeutsche Zeitung: zu Nato-Gipfel

    Halle (ots) - Der Nato-Gipfel in Bukarest ist dem ausdrücklichen Wunsch des US-Präsidenten nicht gefolgt, auch die Ukraine und Georgien in das Bündnis aufzunehmen. Die Beitrittsperspektive ist so weich formuliert, dass sie Bush nur zur Gesichtswahrung dient. Deutschland und Frankreich, die beiden großen europäischen Skeptiker gegenüber dem Irak-Feldzug, haben sich gegenüber dem militärischen Leitwolf durchgesetzt. Die Entscheidung zeigt, dass das Bündnis zur Zeit seine politische Dimension wieder entdeckt. Die Welt Bushs war geprägt von Wunschdenken und dem Ausblenden von Fakten. Das hat sich vor allem im Irak schon bitter gerächt. Deshalb war es richtig, nicht länger über die fehlende Zustimmung zur Nato in der Ukraine und die letztlich zweifelhafte demokratische Entwicklung in Georgien hinweg zu sehen.

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