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Mitteldeutsche Zeitung: zur Pflegereform

    Halle (ots) - Von einer "großen" Reform zu sprechen, verbietet sich gleichwohl. Vielmehr verweist das Gesetzespaket auf schwerwiegende Versäumnisse seit Einführung der Pflegeversicherung 1995, die nun nachgearbeitet werden. So hatte es in den vergangenen 13 Jahren trotz Geldentwertung und steigender Kosten keine Erhöhung der Pflegesätze gegeben. Dass der Medizinische Dienst der Kassen mit riesigem Aufwand - und finanziert aus Beitragsmitteln - die Qualität der Pflegeheime überprüft, die Ergebnisse aber nur den Einrichtungen selbst zugänglich sind, ist immer skandalös gewesen. Eine Änderung war überfällig. Schwerer wiegt, dass dem späten Nachholen kein verantwortungsvolles Vorausschauen zur Seite gestellt wurde. Eine nachhaltige Finanzierung der Pflege hätte die Reform zu einer großen werden lassen können. So ist sie nur ein Tippelschritt zur nächsten.

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