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Mitteldeutsche Zeitung: zu Tapferkeitsorden

    Halle (ots) - Über den Krieg spricht in Deutschland niemand gern. Historische Lasten drücken und machen politische Diskussionen schwierig. Doch in der Wirklichkeit sind die militärischen Komponenten längst mit den Mitteln der Politik verwoben. Insofern ist es ein Zeichen von Anerkennung und Achtung, wenn der Staat soldatische Schicksale und Leistungen würdigt. Aber der gesellschaftliche Abwehrreflex funktioniert, gerade weil in der Politik niemand das Wort Krieg in den Mund nehmen will. Wenn die Bundeswehr künftig in den von Deutschland international eingegangenen Verpflichtungen agieren will, sollten diese Einsätze nicht nur demokratisch, sondern auch moralisch legitimiert sein. Respekt und Ehrung für das Handeln der Soldaten müssen dazugehören.

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