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Lausitzer Rundschau: Großes Potenzial Experten ziehen Bilanz bei Spitzenforschung

Cottbus (ots) - Deutschland ist nicht gerade ein rohstoffreiches Land, sieht man einmal von seinen Kohlevorkommen ab. Umso wichtiger wird es, einen anderen "Schatz" zu heben, das Intelligenzpotenzial der Menschen. Dafür freilich braucht es einen deutlich längeren Atem, als mal eben die Erde umzugraben. Diesen Umstand hat die Politik lange Zeit unterschätzt. So kam es, dass Top-Wissenschaftler lieber ins Ausland gingen, weil sie dort deutlich bessere Rahmenbedingungen für ihre Forschungen vorfinden. Allein zwischen 1996 und 2011 wanderten Untersuchungen zufolge 4000 Spitzenkräfte mehr ab als in diesem Zeitraum nach Deutschland kamen. Doch es gibt Hoffnung. Mit der vor über zehn Jahren angeschobenen "Exzellenzinitiative", einem Programm von Bund und Ländern, das Spitzenforschung fördern und deutsche Universitäten für den internationalen Wettbewerb fit machen soll, ist Deutschland auf dem richtigen Weg. So liest sich jedenfalls der jetzt veröffentlichte Bericht einer Expertenkommission, ohne sich im Lob zu erschöpfen. Nur ein Beispiel: Zwar gibt es hierzulande so viele Studenten wie noch nie. Doch die Zahl der Professoren hält damit nicht Schritt, weil einschlägige Länder-Verordnungen für jede neue Professur auch eine erhöhte Zuweisung von Studierenden vorsehen. Solche Webfehler im System müssen behoben werden, wenn nun über ein notwendiges Anschlussprogramm diskutiert wird. Dass der Wissenschaftsstandort Deutschland besser als sein Ruf ist, lässt sich übrigens auch an der Zahl der angemeldeten Patente ablesen. 2014 war die Republik hier Europameister. Die USA vermeldeten damals allerdings mehr als doppelt so viele Patentanmeldungen. Fazit: Deutschland muss sich keineswegs verstecken. Aber in seinem Rohstoff Bildung steckt noch großes Potenzial.

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