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Lausitzer Rundschau: Die Halbwelt ist nicht genug Zu Pegida und dessen Gründer Lutz Bachmann

Cottbus (ots) - Für den Erfolg der Fremdenhasser aus Dresden gibt es viele Gründe, einer heißt Lutz Bachmann. Wer den Pegida-Frontmann am Jubiläumstag auf seiner Bühne sieht, der sieht einen Mann, dem gefällt, was er geschaffen hat. Vor einem Jahr war er der vorbestrafte Sohn vom Fleischer aus Coswig, jetzt macht er große Politik. Früher facebookte er nackten Hedonismus, breitbeiniges Auftreten, Mädels, Party. Jetzt geht es um "die Freiheit unseres Landes". Die Halbwelt ist nicht genug. Und alle sind entsetzt, der Innenminister, der Ministerpräsident, die Kanzlerin. Das hat Lutz Bachmann geschafft, mit dem Gehabe eines Jungen, der viele schlechte Serien guckt. Einem Journalisten, der ihn anrief, blaffte der selbst ernannte Werbeunternehmer entgegen: "Hören Sie auf, mich und meine Familie zu belästigen!" Sprüche bringt er, aber keine Antworten. Und, ja, er hat es allen gezeigt, die dachten, Pegida würde sich mit der Zeit erledigen. Bis jetzt hielten Wut und Trotz den harten Kern zusammen. Nach einem Jahr Pegida bleibt die brutale Erkenntnis, dass Geschimpfe auf Ausländer, Politiker und Presse mehr Menschen auf der Straße vereinen kann als der Wunsch nach Frieden und sauberer Luft.

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