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Lausitzer Rundschau: Die Bundesregierung und die E-Autos

Cottbus (ots) - Ein Gipfel bringt nicht zwangsläufig den Fortschritt, den man sich erhofft. Das war bei den Themen Bildung und Klima so, eigentlich bei fast allen Spitzentreffen, die Kanzlerin Merkel und ihre Regierung in den letzten Jahren veranstaltet haben. Und es gab viele Gipfel. Auch die große PR-Veranstaltung für die Elektromobilität am Montag in Berlin wird nicht dafür sorgen, dass es alsbald nur so vor E-Autos auf deutschen Straßen wimmelt. Das hat ganz praktische Gründe: Die Autos sind noch zu teuer, die Vielfalt bei den Modellen lässt zu wünschen übrig, das Netz der Ladestation muss auch europäisch noch weiter ausgebaut werden, und die vergleichsweise geringe Reichweite der Fahrzeuge verursacht vielen Fahrern Bauchschmerzen. Dann doch lieber einen Benziner oder einen Diesel. Damit sich das alles ändert, müssten den Worten von gestern auch zügig Taten folgen. Doch Absichtserklärungen hat man in der Vergangenheit schon häufig genug gehört. Außerdem - und das wiegt vermutlich noch schwerer - haben es Politik und Wirtschaft in den vergangenen Jahren versäumt, ein Klima pro Elektromobilität zu schaffen. Und zwar durch Anreize, dass mehr Fahrer auf E-Autos umsteigen. Soll heißen: Ohne zusätzliche Förderung, ohne steuerliche Anreize oder Anschubfinanzierungen vor allem für Privatleute, wird der Traum von einer Million Fahrzeuge bis 2020 im Autofahrerland Deutschland nur ein Traum bleiben.

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