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Lausitzer Rundschau: Große Hoffnungen Freier Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt

Cottbus (ots) - Seit dem 1. Mai 2011 brauchen Mittel- und Osteuropäer keine Arbeitsgenehmigung oder -erlaubnis mehr, wenn sie in Deutschland arbeiten wollen. In der Lausitzer Grenzregion hat das gewisse Befürchtungen geschürt, die aber nach Einschätzungen der hiesigen Wirtschaftsvertreter nicht eintreffen werden. So wird die Aufhebung der Beschränkungen nicht dazu führen, dass eine Welle polnischer und tschechischer Arbeiter in die Lausitz herüberschwappt und Jobs in der Region gefährdet. Zum einen sind in den vergangenen Jahren das Lohnniveau und die Lohnerwartungen in den osteuropäischen Staaten stark gestiegen. Wenn also jemand in Deutschland arbeiten will, wird er sich eher in den alten Bundesländern nach einem Job umsehen, weil er dort noch immer häufig mehr verdienen kann als in der Lausitz. Zum anderen werden Fachkräfte in Polen und Tschechien dringend gebraucht, denn auch sie sind vom demografischen Wandel betroffen. Die dort ansässigen Firmen werden alles dafür tun, ihre eigenen Leute im Land zu halten. Das wiederum schmälert die Chancen Lausitzer Betriebe. Sie hoffen, ihre Fachkräftelücke mithilfe ausländischer Arbeiter schließen zu können. In Einzelfällen kann das durchaus gelingen - flächendeckend ist damit allerdings kaum zu rechnen. Zwar werden die Wirtschaftskammern die regionalen Betriebe so gut sie können bei der Suche unterstützen. Doch eines ist klar: Der Wettbewerb um gut ausgebildete Fachkräfte ist europaweit längst entbrannt und die Intensität wird künftig weiter zunehmen.

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