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Lausitzer Rundschau: Unspektakulär, aber richtig Bundestrainer Löw holt sieben Münchner in den WM-Kader

Cottbus (ots) - Trä-äsch für Deutschland! Kommt Ihnen das auch so schwer über die Lippen? Die Fußball-Fans hierzulande werden sich an so manchen Namen im Kader für die Weltmeisterschaft in Südafrika erst noch gewöhnen müssen, wenn sie bei den Stadiongesängen im Sommer mithalten wollen. Spielern wie dem Stuttgarter Christian Träsch oder auch Dennis Aogo vom Hamburger SV gehört zweifellos die Zukunft. Derzeit verbreiten sie jedoch noch keinen Schrecken in der großen, weiten Fußballwelt der Cristiano Ronaldo, Messi&Co. Und genau darin liegt das Problem von Bundestrainer Joachim Löw, der am Freitag seinen 27Spieler umfassenden Kader für das WM-Turnier in Südafrika vorgestellt hat. Bis auf Kapitän Michael Ballack hat Deutschland keinen Spieler, der internationales Renommee genießt. Deshalb überrascht es nicht, dass Löw auf mannschaftliche Geschlossenheit setzt und gleich sieben Spieler des neuen deutschen Meisters Bayern München in seinen Kader geholt hat. Denn die Bayern-Profis strotzen angesichts von drei möglichen Titeln in der Bundesliga, dem DFB-Pokal und der Champions League vor Selbstvertrauen. Löws Kalkül: Mit dem selbstbewussten Bayern-Block will er die fehlende individuelle Klasse kompensieren. Es ist eine nachvollziehbare Entscheidung, weil Deutschland in Südafrika nur als Team erfolgreich sein kann. Und dennoch wirkt der Kader irgendwie unspektakulär. Überraschungen hat Löw nicht aus dem Ärmel gezogen. Schade eigentlich, denn im Falle eines Scheiterns in Südafrika werden die Fans sicher nicht "Trä-äsch" rufen, sondern sich an Spieler wie den von Löw nicht berücksichtigten Torjäger Kevin Kuranyi erinnern.

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