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Lausitzer Rundschau: Die Kluft ist zu groß Deutsche Bank mit gutem Gewinn im ersten Quartal

Cottbus (ots) - Die Deutsche Bank hat im ersten Quartal so viel verdient, wie es selbst Optimisten nicht erwartet hatten. Das eingesetzte Kapital brachte eine Rendite von 30 Prozent. Das wird die Gemüter erhitzen. Denn der immense Gewinn war fast ausschließlich auf das Investmentbanking zurückzuführen, das vor Steuern für 2,7Milliarden von 2,8Milliarden Euro Gewinn verantwortlich war. Das Privatkundengeschäft und andere eher stabile Bereiche spielten kaum eine Rolle. Gleichwohl wird die Bank froh sein, auf mehreren Beinen zu stehen. In dieser Zeit, in der Banken sich Geld billig bei den Zentralbanken leihen können und im Anleihegeschäft deutlich teurer weiterreichen können, da muss man als Banker froh sein, auch Investmentbanker zu sein. Dass das Casino wieder eröffnet sei, hat Bankvorstand Josef Ackermann zurückgewiesen. Im Gegenteil: Die Bank habe den als risikoreich geltenden Eigenhandel und andere Risikopositionen zurückgefahren. Richtig ist wohl auch, dass das erste Quartal traditionell das stärkste Bankquartal im Jahr ist. Die Gewinne des ersten Quartals lassen sich also nicht hochrechnen. Die Eigenkapitalrendite wird 2010 unter 30 Prozent sinken. Selbst wenn das passiert, selbst wenn die Deutsche Bank scheinbar fast alles richtig gemacht hat, es bleiben Zweifel. Zweifel, ob ein Bankgeschäft mit - sagen wir 25 Prozent Eigenkapitalrendite wirklich seriös sein kann, wie es Ackermann glauben machen will. Die Kluft zum Sparer, der bei Bundesanleihen drei Prozent bekommt, ist zu groß.

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