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Lausitzer Rundschau: Hamburger Scherbenhaufen Der HSV nach der Trennung von Trainer Bruno Labbadia

Cottbus (ots) - Der Hamburger SV ist nicht zu beneiden. Am Donnerstag geht der Traditionsclub in sein bislang wichtigste Spiel dieser Fußballsaison. Im Europa-League-Rückspiel beim FC Fulham will sich der HSV den Traum erfüllen und ins Finale einziehen, das im eigenen Stadion ausgetragen wird. Dass kurz vor so einem Spiel Trainer Bruno Labbadia entlassen wird, lässt nur einen Schluss zu: Die Not ist groß! Weil die Bundesliga-Serie nicht erst seit dem 1:5 am Sonntag in Hoffenheim enttäuschend verläuft, ist dieses Finale die einzige Chance, eine verkorkste Saison zu retten. Sechs Trainer hat der Club in sieben Jahren verschlissen. Die fehlende Kontinuität ist vor allem Präsident Bernd Hoffmann anzulasten. Der Wirtschaftsboss hat den HSV zwar saniert. Bei der Besetzung des Trainerpostens aber besitzt Hoffmann kein glückliches Händchen. Dabei sollte mit Labbadia, der einen Dreijahres-Vertrag erhielt, alles anders werden. Doch der Trainer schaffte es nicht, aus dem Star-Ensemble eine Einheit zu formen. Das große HSV-Problem war jedoch nicht Labbadia, sondern es ist die Machtstruktur. Spätestens seit dem Abschied von Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer fehlt es an Kompetenz für den sportlichen Bereich. Präsident Hoffmann hat diese Lücke auf seine Art geschlossen - indem er wie immer die Arbeit selbst in die Hand nahm. Die Folgen sind bekannt: Der HSV steht ausgerechnet jetzt vor einem Scherbenhaufen. Es ist dem Traditionsclub zu wünschen, dass ihm diese Scherben in Fulham Glück bringen.

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