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Lausitzer Rundschau: Zu dubiosen Anhängern eines Geistheilers in der Region Eine unterschätze Gefahr

Cottbus (ots) - Es zwingt zum Lächeln, dieses seltsame Gerede von "Heilströmen", auf die sich jeder einstellen kann, wenn er sich von Leid und Krankheit befreien möchte. Menschen, die das Foto eines längst verstorbenen Scharlatans anbeten und fest davon überzeugt sind, seine Haare oder sein Sperma in Stanniolpapier würden ihnen Gutes tun, können wir kaum ernst nehmen. Doch genau darin liegt die Gefahr der "Bruno-Gröning-Freundeskreise". Sie wirken harmlos, verschleiern ihre sektenhaften Züge und wirken so gerade auf Menschen anziehend, die dringend nach Halt und Unterstützung suchen. Diesen Hilfesuchenden wird suggeriert, sie müssten sich nur feste auf Bruno verlassen, dann würde alles gut. Leiden sie trotzdem weiter an Angst, Einsamkeit oder schweren Krankheiten, so seien sie selber schuld. Dieser fatale Zirkelschluss hat nach Auskunft des südbrandenburgischen Sektenbeauftragten der evangelischen Kirche schon Menschen an den Rand des Selbstmords getrieben. Es ist also höchste Zeit, die Freundeskreise ernst zu nehmen, über ihre Gefahren aufzuklären und nach Gegenangeboten zu suchen. Wenn Menschen Not leiden an Körper oder Seele, sollten sie nicht auf dubiose Heiler angewiesen sein, sonst stellt sich die Gesellschaft damit ein Armutszeugnis aus. Pressekontakt: Lausitzer Rundschau Telefon: 0355/481232 Fax: 0355/481275 politik@lr-online.de Original-Content von: Lausitzer Rundschau, übermittelt durch news aktuell

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