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Lausitzer Rundschau: Zur Lage bei den Lehrstellen in der Lausitz
Unkonventionelle Denkweisen

    Cottbus (ots) - Auf Lausitzer Unternehmen kommen in den nächsten Jahren gravierende Veränderungen zu. Wegen des demografischen Wandels gehen ihnen die geeigneten Lehrstellenbewerber aus. Der Geburtenknick Anfang der 90er-Jahre lässt sich nicht mehr rückgängig machen. Zudem verlassen in den kommenden Jahren viele Arbeitnehmer aus Altersgründen die Betriebe. Dieser Herausforderung müssen sich die Betriebe stellen. Dabei trifft es die großen Firmen weit weniger heftig. Sie haben das Renommee und die Ressourcen, auch Bewerber und Fachkräfte von weiter außerhalb in die Lausitz zu ziehen. Kleinen und mittelständischen Unternehmen jedoch fehlen oftmals die Mittel, Zeit und das entsprechende Know-how, um auf eine ausgedehnte Bewerbersuche zu gehen. Doch gerade sie sind es, die die Lausitzer Wirtschaft prägen. Ohne sie würde der Großteil der regionalen Arbeitsplätze verloren gehen. Deshalb brauchen gerade sie jede erdenkliche Hilfe. Auf der Suche nach Lösungen darf es keine Tabus geben. Unkonventionelle Ansätze sind gefragt - das hat die Wirtschafts- und Finanzkrise gezeigt. Wenn es also in den kommenden Jahren nicht mehr genügend Ausbildungssuchende in der Lausitz gibt, dann müssen sie eben woanders gesucht werden. Auch wenn die Bewerberzahlen in den alten Bundesländern weit weniger drastisch sinken, wäre es illusorisch anzunehmen, dass irgendwann Ströme von jungen Menschen in die Region kommen. Doch in Zeiten eines immer mehr zusammenwachsenden Europas lohnt sich auch der Blick Richtung östlich der Neiße. Auch dort gibt es fähige Jugendliche. Bislang aber steckt die Zusammenarbeit auf beiden Seiten noch in den Kinderschuhen. Zu groß ist die Angst vor der fremden Konkurrenz. Doch angesichts einer sich weiter verschärfenden Lage auf dem Ausbildungsmarkt darf das Denken vor Grenzen nicht haltmachen.

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