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Lausitzer Rundschau: Zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie
Gewissensfrage

    Cottbus (ots) - Unternehmen sind keine karitativen Einrichtungen. Um erfolgreich am Markt zu bestehen, müssen sie betriebswirtschaftlich denken - aber genau dazu zählt inzwischen auch der Blick auf die familiäre Situation der Belegschaft. Denn bei wachsendem Fachkräftebedarf kann es sich eine Firma nicht mehr leisten, auf qualifizierte Mitarbeiter zu verzichten, nur weil diese Eltern geworden sind. In den vergangenen Jahren ist daher auch in der Region viel für eine familienbewusstere Personalpolitik getan worden. Flexibilität ist nicht mehr nur Aufgabe von Eltern, die versuchen, Kinder, Job und Haushalt unter einen Hut zu bekommen. Mit Angeboten wie Gleit- und Teilzeit oder Heimarbeitsplätzen kommen Unternehmen ihren Mitarbeitern entgegen. Doch Familienfreundlichkeit ist mehr als das: Sie bedeutet Verständnis für den anderen. Und da gibt es großen Nachholbedarf. Kinder melden nicht vier Tage vorher an, dass sie krank werden; Omas brauchen sofort Hilfe, wenn sie gestürzt sind. Wer kurzfristig zu Hause gebraucht wird, ist auf das Entgegenkommen seiner Kollegen und seines Chefs angewiesen. Wer auf Dauer ein schlechtes Gewissen hat, weil er weder genügend Zeit für die Familie noch einen freien Kopf für den Job hat, der ist bald frustriert. Und das hilft weder dem Arbeitgeber noch der Familie.

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