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Lausitzer Rundschau: Von der Leyen will Elterngeld reformieren
Warum erst jetzt?

Cottbus (ots)

Vor wenigen Wochen beging die Familienministerin
den Fehler, angeblich steigende Geburtenzahlen voreilig als Erfolg 
ihres Elterngeldes zu verkaufen. Am Ende zeugte die komplette 
Statistik für 2008 sogar von einem Geburtenrückgang. Plötzlich 
schienen die Gegner des im Kern sehr sinnvollen Elterngeldes 
Oberwasser zu bekommen. Was liegt näher, als die selbst verschuldete 
Defensive durch einen politischen Befreiungsschlag wettzumachen? 
Ursula von der Leyens Vorschlag für ein verlängertes Elterngeld bei 
Teilzeitarbeit hat das Zeug dazu. Richtet er sich doch an alle 
Eltern, die mehr Zeit für ihr Kind haben wollen, ohne den Kontakt zur
Arbeitswelt zu verlieren. Familienpolitisch geht die Aufwertung des 
Elterngeldes ebenfalls in Ordnung. Zur ganzen Wahrheit gehört aber 
auch, dass damit ein Konstruktionsfehler im Gesetz beseitigt würde. 
Die aktuelle Rechtslage benachteiligt ausgerechnet jene Eltern, die 
sich partnerschaftlich um ihren Nachwuchs kümmern wollen. Wenn beide 
etwa in den ersten sieben Monaten nach der Geburt ihres Kindes 
Teilzeit arbeiten, verlieren sie praktisch den Anspruch auf einen 
Teil ihres Elterngeldes. Denn mit der Gesamtdauer von 14 Monaten ist 
die gesetzliche Bezugszeit dann bereits ausgeschöpft. Diese 
Ungerechtigkeit soll nun dadurch beseitigt werden, dass sich der 
Bezugszeitraum verlängert. Zu kritisieren bleibt, warum es erst einer
Wirtschaftskrise bedurfte, um bei der CDU-Ministerin diesen 
Sinneswandel auszulösen.

Pressekontakt:

Lausitzer Rundschau

Telefon: 0355/481231
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