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Lausitzer Rundschau: Horst Seehofer soll CSU-Chef werden Der letzte Hoffnungsträger

    Cottbus (ots) - Bei manchem fällt der Groschen pfennigweise. Und so hat CSU-Chef Erwin Huber am Montag womöglich wirklich noch daran geglaubt, er könne den steilen Absturz seiner Partei bei der bayerischen Landtagswahl politisch überleben. Gestern war der Niederbayer, offenbar dank der intensiven Überzeugungsarbeit von Parteifreunden, schon ein Stück schlauer - und kündigte seinen Rücktritt an. Nun also soll Horst Seehofer die CSU aus dem Tal der Tränen zurück zu einstiger Bedeutung und Größe führen. Und tatsächlich: Wenn es einem zuzutrauen ist, die Christsozialen wieder mit ihrer Stammwählerschaft zu versöhnen, dann dem 59-jährigen Ingolstädter. Denn im Kern war die CSU immer eine Kleine-Leute-Partei - und niemand kann sich als deren Interessenvertreter glaubhafter in Szene setzen als Seehofer, der aus einfachen Verhältnissen stammt und nicht von ungefähr als soziales Gewissen der Union gilt. Das Handicap des Bundesagrarministers: In der Führungsriege der Partei hat er nur relativ wenig Rückhalt. Wie gefährlich eine solche Konstellation für einen Parteichef schnell werden kann, hat jüngst die SPD vorgeführt. Mit Seehofer bietet die CSU ihr letztes (bundes-)politisches Schwergewicht auf. Wenn er keinen Erfolg hat, bleibt eigentlich nur noch der Weg zurück. Der Müntefering der CSU heißt Stoiber.

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