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Lausitzer Rundschau: Preiserhöhungen bei der Deutschen Bahn "Einführungspreise"

    Cottbus (ots) - Die Deutsche Bahn will schon wieder mal ihre Fahrpreise erhöhen. Eigentlich ist der geneigte Fahrgast inzwischen daran gewöhnt, in jedem Jahr mehr auf den Fahrkartenschalter - so noch vorhanden - zu legen. Außerdem: Bahnchef Hartmut Mehdorn hatte ja im März rechtzeitig, kaum, dass die Tinte unter dem Tarifvertrag mit den Lokführern trocken war, ein neues Tarifunheil für die Fahrgäste angekündigt. Nicht nur Kundenverbände erkannten darin schnell einen Vorwand, um die Folgen der Teilprivatisierung der Bahn für die Bahnkunden zu übertünchen. Der Kunde zahlt die Zeche. Noch ist die Bahn nicht damit herausgerückt, um wie viel Euro die Fahrkarte voraussichtlich ab Dezember teurer wird. Sind es um die drei Prozent, dann ist es eher ein günstiger "Einführungspreis". Die Bundesarbeitsgemeinschaft Personennahverkehr und Wirtschaftsforscher der KCW-Unternehmensberatung Berlin sagen nach dem Börsengang jährliche Tariferhöhungen zwischen fünf und sieben Prozent bei weiterer Kürzung der Leistungen voraus, um den Renditehunger der neuen Bahnbetreiber zu stillen. Da sind teure Fahrkarten von heute noch reine Schnäppchen. Übrigens, der Deutsche Bahn- Konkurrent Veolia Verkehr will seine Preise für den InterConnex-Fernverkehrszug stabil halten. Und, wenn in zwei Jahren auch im Fernverkehr auf der Schiene der Wettbewerb voll greifen kann, fahren vielleicht die Franzosen, oder die Österreicher oder die Tschechen Züge auf deutschen Schienen zu humaneren Preisen. Es muss ja nicht immer die Deutsche Bahn sein...

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