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Lausitzer Rundschau: Kindermörder Gäfgen scheitert vor Europäischem Gerichtshof: Endlich ein Ende

    Cottbus (ots) - Der Mörder des elfjährigen Jakob von Metzler bekommt keinen neuen Prozess. Dafür hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg mit seiner Entscheidung gesorgt. Magnus Gäfgen habe trotz Androhung von Schmerzen durch die Polizei später vor dem Landgericht Frankfurt/Main ein faires Verfahren bekommen, so die Europa-Juristen. Gäfgens Aussagen nach der Drohung waren nicht als Beweismittel zugelassen, der damalige Vizechef der Frankfurter Polizei wegen Nötigung verurteilt worden. Damit sei Gäfgen ausreichend Wiedergutmachung zuteil geworden. Für ihn bleibt es nun bei lebenslanger Haft mit besonderer Schwere der Schuld. Haftdauer mindestens 25 Jahre. Die Entscheidung in Straßburg wird bundesweit mit Erleichterung aufgenommen werden. Sie bestätigt nicht nur die deutsche Justiz, sondern beendet hoffentlich auch ein unerträglich zur Schau gestelltes Selbstmitleid des Mörders. Erst schrieb Gäfgen ein Buch, in dem er sich selbst bejammerte, dann wollte er eine Stiftung für minderjährige Opfer von Gewalttaten gründen. Neue Gelegenheit für ihn zu unerträglicher Selbstdarstellung in einem Wiederaufnahmeverfahren wird es nach der Straßburger Entscheidung nicht geben. Die jetzt gescheiterte Beschwerde war hoffentlich für viele Jahre die allerletzte Nachricht aus der Gäfgen-Zelle.

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