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Lausitzer Rundschau: FDP ringt um Positionsbestimmung

    Cottbus (ots) - Guido Westerwelle ist ein treuer Liebhaber. Nie lässt er die angebetete CDU im Stich. Schröders verführerisches Angebot nach der letzten Bundestagswahl, eine rot-gelb-grüne Koalition zu bilden? Abgeblitzt. Das Wort der Liberalen gilt. Wir sind schon anderen versprochen. Westerwelle wollte mit dieser Standfestigkeit einen Ruf loswerden, der an seiner Partei seit dem abrupten Wechsel von Helmut Schmidt zu Helmut Kohl im Jahre 1982 klebt wie Pech. Den der Beliebigkeit. Und in Hessen: Die FDP steht zu Roland Koch, auch wenn der mit seinem Wahlkampfstil keine Rücksicht auf sie nahm, auch wenn das Land unregierbar werden sollte. Das, was vor der Wahl galt, gilt auch hinterher. So weit so schön. Nur: Der Angebeteten ist es egal. Politisch und auch strategisch. Westerwelle hat seine Duzfreundin Angela Merkel schon nicht verstanden, als sie in den vergangenen zweieinhalb Jahren immer mehr auf sozialdemokratisch machte, vom Gesundheitsfonds über die Mehrwertsteuererhöhung bis zum Antidiskriminierungsgesetz. Und nun muss er registrieren, wie schnörkellos die CDU-Vorsitzende in Hamburg die Weichenstellung für eine schwarz-grüne Koalition vornimmt und sich damit neue Optionen eröffnet. Schon für die richtige Liebe gilt: Es gibt drei Milliarden Menschen des anderen Geschlechts auf der Welt. Da sollte man sich nicht allzu früh und nicht allzu zäh an einen binden. Sonst bleibt man womöglich allein.

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