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Lausitzer Rundschau: EKD-Synode in Dresden Um der Zukunft willen

    Cottbus (ots) - Oft genug hat die Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in der Vergangenheit in ihrem Abschlussdokument - der Kundgebung - Stellung zu gesellschaftlichen Problemen genommen: Der Frieden in der Welt, das Verhältnis von Armut und Reichtum und die soziale Gerechtigkeit standen im Mittelpunkt vergangener Kundgebungen. Gestern kam aus Dresden nichts dergleichen: Zwar erklärte die Synode ihre Solidarität mit den Bootsflüchtlingen im Mittelmeer und lehnte die Gewinnung embryonaler Stammzellen aus menschlichen Embryonen ab. Doch die Kundgebung der Dresdner Synode beschäftigte sich mit der Kirche selbst. Und vielleicht ist das auch gut so. Denn will die Evangelische Kirche mit ihren Stellungnahmen auch langfristig gehört werden, muss sie sich über ihre eigenen Grundlagen im Klaren sein. Das ist nicht überall und immer der Fall. Selbst engagierte Kirchenmitglieder, die sich mit Feuer und Flamme für Menschenrechte, sozial Ausgegrenzte und religiös Verfolgte einsetzen, haben zuweilen Schwierigkeiten damit, zu erklären, was das eigentlich mit ihrem Glauben zu tun hat. Daher ist es gut, dass die Evangelische Kirche die Synode in Dresden zu einer Selbstvergewisserung genutzt hat. Denn damit hat sie in ihre Zukunft investiert und sichergestellt, dass ihre Stellungnahmen zu gesellschaftlichen Themen auch künftig ihr Gewicht behalten.

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