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Lausitzer Rundschau: Prozess gegen Rechtsanwalt in Cottbus geplatzt Schlechter Stil

    Cottbus (ots) - Ein Angeklagter kann sich verteidigen, wie er es für richtig hält. Dieser Grundsatz gilt für einen Gemüsehändler wie für einen Rechtsanwalt. Wenn letzterer aber angeklagt ist wegen Taten im rechtsanwaltschaftlichen Kerngeschäft, dann ist das etwas anderes als ein Ladendiebstahl. Schließlich sind Rechtsanwälte eine wichtige Säule des Rechtsstaates. Sie beeinflussen mit, wie groß das Vertrauen der Bürger in die Justiz oder wie stark ihr Misstrauen ist. Die Wahl ihrer Mittel müssen sich solche Angeklagte wie ihre Verteidiger deshalb genau überlegen. Was im Prozess gegen den Lausitzer Rechtsanwalt Klaus L. abgelaufen ist, stärkt eher das (Vor-)Urteil vom Saustall Justiz. Ein Verfahren mit durchsichtigen Methoden platzen zu lassen, ist schlechter Stil. Unentschuldigtes Fehlen löst keine Probleme, sondern verstärkt sie. Und am Ende könnte wieder einmal der Steuerzahler die Zeche begleichen. Zwar sind dem säumigen Verteidiger vom Gericht die Kosten des Verfahrens auferlegt worden. Ob er sie am Ende auch bezahlt, darüber wird sicher noch mit erheblichem Aufwand gestritten.

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