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Frankfurter Neue Presse: Mit der Gefahr leben. Sven Weidlich über die aktuelle Terrorwarnung des Innenministers.

Frankfurt am Main (ots) - De Maizière hatte die Bevölkerung schon vor einer Woche dazu aufgerufen, wachsam zu sein, und Verdächtiges zu melden. Damit hat er zweifellos Recht. Wichtiger für die Bekämpfung des Terrorismus sind allerdings die Erkenntnisse der Geheimdienste weltweit. Die Sprengsätze, die als Drucker-Kartuschen getarnt mit Frachtflugzeugen auf den Weg in die USA waren, konnten nur deshalb so schnell gefunden und unschädlich gemacht werden, weil Saudi-Arabien die westlichen Staaten gewarnt hatte.

Diesmal scheinen die USA den Tipp geliefert zu haben, dass sich El-Kaida-Terroristen im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet auf Anschläge vorbereiten. Mit diesem Wissen können die deutschen Behörden gezielt nach Verdächtigen suchen, die nach Deutschland einreisen wollen. Das und die Maßnahmen der Sicherheitsbehörden sollten uns ein Stück weit die Furcht vor Anschlägen nehmen. Ganz ausschließen können wir sie nicht.

Die Globalisierung ist für unser Land ein Segen, weil unsere Wirtschaft in besonderer Weise davon profitiert, dass die Märkte dieser Erde zusammengerückt sind. Die Globalisierung ist aber gleichzeitig ein Fluch, weil sie uns Gefahren aussetzt, die wir ohne sie nicht hätten. Es wird uns auch künftig nichts anderes übrig bleiben, als mit der Gefahr zu leben.

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