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Frankfurter Neue Presse: Krisen-Banken. Thomas Baumgartner über die HSH und "Dr. No".

Frankfurt am Main (ots) - Werner Marnette hatte schon Anfang 2009 gewarnt, dass die Risiken in der Bank dramatisch unterschätzt würden, und war als Wirtschaftsminister von Schleswig-Holstein zurückgetreten. Dirk Jens Nonnenmacher hätte, nachdem er als Risikomanager mitverantwortlich für die Geschäftspolitik war, gar nicht erst Bank-Chef werden dürfen, sagte der langjährige Chef der Norddeutschen Affinerie.

Ex-Deutsche-Bank-Chef Hilmar Kopper soll nun einen Nachfolger für Nonnenmacher suchen. Doch wird ein personeller Wechsel die angeschlagene Bank nicht retten. Sie ist der weltgrößte Schiffsfinanzierer - angesichts der dramatischen Krise der Branche kein Superlativ, auf den die Eigentümer der Bank stolz sein könnten. Vielmehr handelt es sich um ein gewaltiges Klumpenrisiko. Es drohen horrende Verluste, nachdem die Länder die Bank schon voriges Jahr mit Milliarden in Form von Kapitalerhöhung und Garantien retten mussten. Wie die WestLB (zu deren Abwicklung selbst Kopper, im Glashaus mit Steinen werfend, rät) oder die BayernLB zählt die HSH Nordbank zu den Instituten ohne tragfähiges Geschäftsmodell, die alle schnellstmöglich abgewickelt werden sollten. Besser ein Ende mit Schrecken als Schrecken ohne Ende.

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