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Frankfurter Neue Presse: Die Nato orientiert sich neu. Leitartikel von Dr. Hans Liedel, stellvertr. Chefredakteur.

Frankfurt am Main (ots) - Die Raketenabwehr ist nicht mehr als einseitiges US-Projekt wie zu Zeiten von George Bush geplant, sondern als Gemeinschaftsleistung der Nato, die sogar Russland einbinden will. Wer allerdings die harzigen Blockaden im Weltsicherheitsrat von Sanktionen gegen den Iran in Erinnerung hat, kann sich ein gemeinsames Kommando der Raketenabwehr mit den Russen schwer vorstellen.

Auch Deutschland ist dabei, den Beschluss einer Raketenabwehr zu überfrachten. Außenminister Westerwelle will damit den Abzug der letzten zehn bis höchstens 20 taktischen Atomwaffen verknüpfen. Natürlich hätte der Abzug dieser letzten Sprengköpfe symbolische Bedeutung. Aber betrachten wir den gestrigen Auftritt des Judenhassers Ahmadinedschad an der israelischen Grenze. Er rüstet die Hisbollah im Libanon hoch, ein neuerlicher Krieg in Nahost ist nicht ausgeschlossen, und iranische Straf-Raketen gegen Europa sind denkbar. Deshalb ist eine Raketenabwehr ungleich wichtiger.

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