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Frankfurter Neue Presse: Beunruhigende Entwicklung. Susanne Keeding über die zunehmende Ausländerfeindlichkeit in Deutschland.

Frankfurt am Main (ots) - Deutschland ist ausländerfeindlicher geworden als noch vor zwei Jahren, stellten die beauftragten Leipziger Forscher fest. Zudem steigt der Wunsch nach einem starken Staat, nach der einen einzigen Partei, die Deutschland mit harter Hand führt. Dass die SPD-nahe Stiftung in diesem Politik-Feld keine Entwarnung geben würde, war vorher klar. Doch sind die Befunde erschreckend, vor allem, weil sie vor Beginn der Sarrazin-Debatte erhoben wurden.

Über die Motive können die Forscher nur rätseln, sie vermuten, dass die Unterstützung der Demokratie durch die Wirtschaftskrise gesunken ist. Die Politik hat die Erwartungen der Bürger hier nicht erfüllt - und wird dementsprechend infrage gestellt.

Zutage tritt hier der Wunsch nach Vereinfachung der komplexen gesellschaftlichen Realität, die Vorstellung, dass jemand an der Spitze schon weiß, wo es langgehen soll. Das ist beunruhigend. Wer die eine starke Partei herbeisehnt, der versteht Deutschland, und nur die Deutschen, als eine Schicksalsgemeinschaft, die stets das Gleiche will - nämlich das, was man selbst will. Und das ist angesichts der zahlreichen unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen in Deutschland ein Irrglaube.

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