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Frankfurter Neue Presse: Hätte er doch geschwiegen. FNP-Wirtschaftschef Michael Balk über Minister Brüderles Lohnforderungen.

Frankfurt am Main (ots) - Mit seinem Plädoyer für höhere Löhne in Deutschland fährt Brüderle (...) ein leicht durchschaubares Manöver: "Fishing for compliments" genannt, auf deutsch "anbiedern". Bei allem Verständnis dafür, dass Regierungspolitiker angesichts verheerender Umfragewerte in allen Polit-Barometern um Zustimmung und Sympathie buhlen, geht Brüderles Vorstoß eindeutig zu weit - auch wenn er in der Sache Recht hat. DGB-Chef Sommer hat es ihm auf seine rustikale Art treffend gesagt: Er solle sich gefälligst aus der Tarifpolitik heraushalten, das sei Sache der Gewerkschaften und der Arbeitgeberverbände.

Es hat Politikern noch nie gut getan, sich in Tarifgespräche einzumischen, geschweige denn, einen Trend vorgeben zu wollen. Die Watschen kommen prompt und sind oft schmerzhaft. Und so auch diesmal. Denn Brüderle wurde nicht nur vom DGB kritisiert. Auch politische Weggefährten wie Arbeitgeberpräsident Hundt oder der Verband der Jungen Unternehmer rüffelten den liberalen Wirtschaftsminister - wenn auch mit anderen Argumenten.

Für das Ansehen der Politiker und die künftigen Tarifverhandlungen wäre es besser gewesen, wenn er geschwiegen hätte.

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