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Frankfurter Neue Presse: Aufschwung als Chance für die FDP. Politikchef Dr. Dieter Sattler über die Rolle von Wirtschaftsminister Rainer Brüderle.

Frankfurt am Main (ots) - Wenn Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) den Namen Rainer Brüderle hört, rollt sie angeblich nur noch mit den Augen. Am Anfang der Regierungszeit der schwarz-gelben Koalition schien sich der Wirtschaftsminister zur ähnlich peinlichen Fehlbesetzung zu entwickeln wie sein Vorvorgänger Michael Glos.

Doch wenn sich Merkel nun über den liberalen Kabinettskollegen ärgert, könnte es auch damit zu tun haben, dass er sich allmählich zum ernsthaften Widerpart für die Kanzlerin entwickelt.

Vor zwei Wochen erklärte er die Wirtschaftskrise für beendet und forderte bei dieser Gelegenheit folgerichtig, die Finanzhilfen für Unternehmen aus dem Deutschlandfonds auslaufen zu lassen. Vor einer Woche empfahl Brüderle, die von der großen Koalition gegebene Rentengarantie zu überdenken, die ungerecht sei, weil sie die jüngere Generation zu sehr belaste. Jetzt meinte Brüderle, die praktisch verstaatlichte Commerzbank müsse bald wieder auf eigenen Füßen stehen. Und um dem Fachkräftemangel in der Wirtschaft zu begegnen, empfahl er qualifizierte Einwanderer mit einem Begrüßungsgeld zu locken.

Mit seinen "liberalen" Initiativen, die der eher staatstragenden CDU-Politik widersprechen, könnte er es schaffen, der FDP verlorengegangene Reputation zurückzuerobern. Nun, da der Aufschwung kommt, ist es gut, hin und wieder daran zu erinnern, dass es nicht vornehmlich die Aufgabe des Staates ist, die Wirtschaft im Gang zu halten.

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