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Frankfurter Neue Presse: Über die Zukunft des Warenhauses Karstadt. Interessenten, keine Zukunft. Leitartikel von Thomas Baumgartner

Frankfurt am Main (ots) - Ein seriöser ausländischer Branchenriese, zum Beispiel aus Frankreich oder Spanien, hat bisher leider keine Ambitionen gezeigt. Der Insolvenzverwalter sollte den Käufer nicht nach Kaufpreis oder kurzfristigen Zusagen auswählen, sondern nach der Perspektive, dass die Handelskette am Ende doch noch in solch aussichtsreicheren Händen landen könnte.

Der Verzicht der Kommunen ist zunächst eine Selbstverständlichkeit, handelt es sich doch um eine Phantomsteuer auf "Gewinne", die nur entstehen, weil die Gläubiger ihre Forderungen in den Wind schreiben müssen. Mit "echter" Staatshilfe hat das wenig zu tun.

Nicht nachvollziehbar ist auch die Häme, mit der bisweilen über das Unternehmen und dessen drohendes Aus berichtet wird. Natürlich hat der Niedergang vor vielen Jahren begonnen, natürlich waren die wechselnden Chefs und Aktionäre daran nicht unschuldig - doch eine endgültige Abwicklung wäre nicht nur für die Mitarbeiter eine Tragödie, sondern auch für die Fußgängerzonen vieler Innenstädte - und für die Verbraucher, die weniger Wettbewerb und höhere Preise fürchten müssten.

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