Frankfurter Neue Presse

Frankfurter Neue Presse: Über Commerzbank-Chef Blessing. Der Anti-Ackermann. Kommentar von Thomas Baumgartner.

Frankfurt am Main (ots) - Commerzbank-Chef Blessing, immerhin einst Berater bei McKinsey, gibt die Rolle des Einsichtigen, der aus der Finanzkrise gelernt hat. In fast jeder Hinsicht präsentiert er sich als Anti-Ackermann.

In fast jeder Branchen-Frage liegen Ackermann und Blessing über Kreuz, vom Bankenrettungsfonds (Blessing zapfte ihn um Milliarden an, Ackermann würde sich dafür schämen) über die Beipackzettel für Sparer bis hin zu den Griechen. Während der Chef der Deutschen Bank bezweifelt, dass das Mittelmeerland seine Schulden je zurückzahlen kann, und damit Kanzlerin Angela Merkel abermals schwer verärgert, sieht der Commerzbanker ausdrücklich kein Ausfallrisiko bei griechischen Anleihen. Auch sozial trennt die Manager vieles: Während Josef Ackermann als Sohn eines Schweizer Landarztes aus soliden Mittelstandsverhältnissen stammt, war Großvater Karl Blessing Bundesbank-Präsident und Vater Werner Blessing Vorstand der Deutschen Bank. Nur im Tagesgeschäft kommen sich die beiden kaum noch in die Quere: Während Ackermann an die Spitze der globalen Investmentbanken will, wäre Blessing zufrieden mit einer Art Großsparkasse für Privat- und Mittelstandskunden - möglichst ohne Staatsbeteiligung. Brauchen kann unser Land beide Geschäftsmodelle.

Pressekontakt:

Frankfurter Neue Presse
Chef vom Dienst
Peter Schmitt
Telefon: 069-7501 4407

Original-Content von: Frankfurter Neue Presse, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Frankfurter Neue Presse

Das könnte Sie auch interessieren: