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Frankfurter Neue Presse: Über das zweitbeste Vorsteuerquartalsergebnis der Deutschen Bank: Die Baustellen des Josef A. Leitartikel von Thomas Baumgartner.

Frankfurt am Main (ots) - Nun rücken vor allem die künftigen Risiken ins Blickfeld. Auch da steht Griechenland im Mittelpunkt, der neuerdings "Umschuldung" titulierte Staatsbankrott würde alle Finanzinstitute schwer treffen.

Daher vermied Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann, der sonst für jedes Fettnäpfchen gut ist, gestern auch jede Geste des Triumphs und stellte vor allem "ein hohes Maß an Unsicherheit" heraus, solange die in Aussicht gestellte Hilfe für den Wackelkandidaten der Eurozone noch nicht durch ist.

Eine weitere Baustelle bleibt die Postbank. Mit der würde sich Ackermann unüberschaubare Risiken (allein 1,3 Milliarden Euro hat das gelbe Institut in griechische Staatsanleihen investiert) ins Haus holen; und ob die Rentner-Bank strategisch zur global aktiven Investmentbank passt, ist unklarer denn je.

Auch der Fall Börsig ist nach wie vor ungeklärt. Schon einmal hat Ackermann seine Amtszeit an der Bankspitze verlängern müssen, weil der für die Nachfolger-Suche zuständige Aufsichtsrats-Chef Clemens Börsig auf die Idee gekommen war, selbst Nachfolger werden zu wollen. Undenkbar, dass Ackermann Börsig nach diesem Vorgang - und nachdem selbst härteste Spitzel-Vorwürfe keinen Rücktritt erzwingen konnten - nochmals die Entscheidung über den künftigen Bank-Chef überlässt.

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