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Frankfurter Neue Presse: Angela Merkels Rolle im Streit um eine Finanzhilfe für Griechenland. Merkel auf dem Gipfel. Leitartikel von FNP-Politikchef Dr. Dieter Sattler.

Frankfurt am Main (ots) - Die Kanzlerin wird es verkraften, dass sie von einigen jetzt als schlechte Europäerin angesehen wird. Denn sie hat in Wahrheit viel mehr für die europäische Idee getan, als wenn sie für Griechenland die Geldschatulle geöffnet hätte. Sie hat in Brüssel den Geist des Maastricht-Vertrages verteidigt. Heute wird es von Ökonomen als großer Fehler der US-Regierung gesehen, die Lehman-Pleite mit allen Folgen zugelassen zu haben. Auch im Haus Europa empfiehlt es sich nicht, tatenlos zuzusehen, wenn es in der Nachbarwohnung brennt, sondern beim Löschen zu helfen - selbst wenn der Brand schuldhaft verursacht war. In diesem komplizierten Szenario erscheint das Hilfspaket, das jetzt für die Griechen geschnürt wurde, als sehr vernünftig. Aber von einer Lösung des Problems sind wir noch weit entfernt. Der Druck auf den Euro und der Druck auf Berlin wird anhalten. Es ist aber beruhigend, dass Deutschland mit Angela Merkel eine Frau an der Spitze hat, die den Herausforderungen nervlich und intellektuell gewachsen ist. Denn wenn der Euro weich wird, bröckelt der Wert von Sparguthaben und Renten. Pressekontakt: Frankfurter Neue Presse Chef vom Dienst Peter Schmitt Telefon: 069-7501 4407 Original-Content von: Frankfurter Neue Presse, übermittelt durch news aktuell

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