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Frankfurter Neue Presse: Die PR-Parteien - zum Wandel von Wähler und Parteien

    Frankfurt am Main (ots) - (...) Es ist heute kein Widerspruch mehr, gleichzeitig für Umweltschutz und Gentechnik zu sein, sich als konservativ zu beschreiben und allmorgendlich seine Kinder in die Krippe zu bringen oder als aktiver Katholik eingetragene Partnerschaften von Homosexuellen zu befürworten. Kurzum: Die tradierten Vorstellungen, was politisch links oder rechts ist, und wo die goldene Mitte liegt, gelten nicht mehr.

    Auch die Wähler merken, dass die Gesellschaft diffuser, ja geradezu unübersichtlich geworden ist. Viele sehnen sich nach Halt und Führung, auch nach charismatischen Persönlichkeiten in der Politik. Ein Grund für die enormen Sympathiewerte des Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg mag sein, dass er klare Worte nicht scheut und auch stehenbleibt, wenn der Sturm der Entrüstung über ihn hinwegfegt. Man weiß, woran man ist.

    (...)In ihrer Verzweiflung, jedem zu gefallen und keinem wehzutun, suchen die Parteien ihr Heil in PR-Strategien - und gehen den Weg von Joghurtproduzenten, die ihre Marke emotional aufladen, aber die Inhaltsstoffe im Kleingedruckten verstecken.

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