Video: Alltag einer Patientin mit Fingergeschwüren
"Nichts geht mehr leicht von der Hand" (VIDEO)

   

Freiburg (ots) - "Stellen sie sich vor, sie können ihre Hände nicht mehr gebrauchen, weil sie stark schmerzende Wunden haben, die schlecht heilen", versucht Birgit Eisenblätter-Winter, die selbst betroffene Darstellerin, ihren Alltag zu veranschaulichen. "Schon eine Bluse zuzuknöpfen wird zur Herausforderung und den Käse zum Frühstück aus der Plastikverpackung zu entnehmen, ist schier unmöglich. Die meisten Patienten können nicht mehr arbeiten, denn auch körperlich leichte Tätigkeiten, z.B. im Büro, scheitern bereits am Tippen auf dem Computer", so Eisenblätter-Winter. Und auch im sozialen Miteinander sind die Veränderungen an den Händen ein Hemmnis. So müssen die Betroffenen immer wieder mit dem Unverständnis für ihre seltene Erkrankung und mit der Abneigung ihrer Mitmenschen zurechtkommen. Ein Video zeigt jetzt diese Erfahrungen: Aus Patientensicht und ohne viele Worte auskommend, zeigt der Film reale Situationen und verschont den Zuschauer nicht vor dem "wahren Gesicht" der Erkrankung.

Alles fängt mit einem Weißwerden der Finger, dem so genannten Raynaud-Phänomen, an. Später können die äußerst schmerzhaften Fingergeschwüre (digitale Ulzerationen) hinzukommen. Die digitalen Ulzerationen sind eine Begleiterscheinung der seltenen Autoimmunerkrankung systemische Sklerose, bei der es zu Verhärtungen und Versteifungen des Bindegewebes kommt. Das Fatale daran: Bindegewebe ist ein überall im Körper vorkommender Baustein, so dass es neben Hautverhärtungen auch zu Schädigungen an allen Organen und Blutgefäßen kommen kann. Sichtbare Zeichen der Erkrankung sind die typischen Veränderungen im Gesicht: Der Gesichtsausdruck wirkt maskenhaft und der Mund lässt sich nicht mehr weit öffnen. An den Händen sind die beschriebenen Geschwüre ein deutliches Zeichen für die Erkrankung.

Aber nicht jedem Weißwerden der Finger liegt zwangsläufig diese schwere Erkrankung zu Grunde. Es gibt auch eine harmlose Form des Raynaud-Syndroms. Um sicher zu erkennen, um welche Form es sich handelt, sollten Betroffene einen Rheumatologen oder einen Hautarzt, die Experten für diese Erkrankung, aufsuchen. Denn digitale Ulzerationen können heute mit Medikamenten weitgehend verhindert werden.

   Informationen unter:
www.scleroliga.de 
www.sklerodermie-selbsthilfe.de 
www.actelion.de 

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