3. IDM-Lauf 2011 - Nürburgring (20. - 22. Mai 2011): Toni Finsterbusch (Krostitz) gewinnt sein erstes Saisonrennen der Achtelliterklasse (IDM 125) in der Eifel

Nürburg (ots) - Perfektes Wochenende für den Krostitzer Toni Finsterbusch: Der Mann aus dem Freudenberg Racing Team hat sich auf dem Nürburgring nach der Pole Position vom Samstag auch den Sieg im Rennen der IDM 125 am Sonntag (22. Mai) gesichert. Vor 15.800 Zuschauern setzte sich der KTM-Pilot in einem Thriller gegen die Konkurrenz durch und holte sich seinen ersten Saisonsieg. Finsterbusch gewann knapp gegen den Australier Jack Miller, der noch beim Saisonauftakt in der Lausitz den Lauf gewonnen hatte, und gegen Alexander Kristiansson aus Schweden.

Toni Finsterbusch kann mit einem Lächeln im Gesicht aus der Eifel heimreisen: Der Krostitzer war auf dem Nürburgring einfach nicht zu stoppen. Schon am Samstag hatte er sich die Pole Position gesichert - und das um knappe 93 Tausendstelsekunden vor Jack Miller auf seiner Aprilia. Dass das Rennen spannend werden würde, ließ die Startaufstellung schon vermuten: Finsterbusch, Miller, Luca Amato, Alexander Kristiansson, Phillip Öttl, Luca Grünwald, Michael Ecklmaier und Maximilian Eckner lagen allesamt innerhalb einer Sekunde.

So geschah es dann am Sonntag auch, dass sich vorn gleich eine Fünfergruppe bildete, die hart um jeden Zentimeter des Eifel-Asphalts focht. Finsterbusch hatte zwar den Start noch gewinnen können, aber schon in der Mercedes Arena musste er sich seinem Konkurrenten Miller beugen. Dies sollte aber nicht der letzte Positionswechsel der beiden bleiben, denn zur Rennhalbzeit hatte sich eine Sechsergruppe gebildet, in der auch der 14-jährige Bergisch Gladbacher Luca Amato, sein Teamkollege Maximilian Eckner, Alexander Kristiansson und Philipp Öttl mitmischten. Öttl allerdings manövrierte sich selbst aus dem Fight um das Podest. "Ich bin in der Schikane geradeaus gefahren und habe den Anschluss verloren", sagte der KTM-Pilot aus dem Team HP-Moto. "Schade, denn ich habe mich wirklich gut gefühlt heute." Für Rang sechs gab es allerdings noch wertvolle Punkte.

Der 5er-D-Zug sollte sich dann erst in der letzten Runde sortieren. "Ich hatte mir schon einen Plan zurecht gelegt", sagte der am Ende zweitplatzierte Australier Miller. "Aber ich habe auf der letzten Runde einen Fehler eingebaut und dann war da noch eine gelbe Flagge. Das war ein wirklich spannendes Rennen, eine große Gruppe und das hat riesig Spaß gemacht. Ich hatte während des Rennens ein paar Probleme mit einem rutschenden Hinterreifen, aber das konnte ich kontrollieren." Der RZT-Racing-Pilot musste sich mit Rang zwei zufrieden geben, wenngleich er die Flagge nur 0,136 Sekunden hinter Sieger Finsterbusch sah.

"Endlich", freute sich Finsterbusch. "Als ich hier durch das Ziel gefahren bin, habe ich mich richtig gefreut. Nach zwei Rennen standen wir noch mit null Punkten da. Wir haben schon im Team gescherzt, dass es für mich besser sei, wenn die Punkte für das Qualifying vergeben würden. Aber das ist ja nicht der Fall. Ich bin jetzt einfach überglücklich, dass es mit dem Sieg geklappt hat." Und auch sein Teamchef zeigte sich zufrieden. "Wir haben mit Toni vorher besprochen, dass wenn es zu einem Fight in Gruppen kommt, er abwarten und erst am Ende des Rennens angreifen soll", so Michael Freudenberg nach dem Rennen. "Das hat er heute einwandfrei umgesetzt und bewiesen, dass er in einer Gruppe kämpfen kann."

Rang drei ging an den Schweden Alexander Kristiansson und auch der zeigte sich zufrieden. "Das sind wieder gute Punkte für die Meisterschaft", freute sich der KTM-Fahrer. Mit einem zweiten Platz und zwei dritten Rängen in Folge war der Mann aus dem Team HP-Moto von Ex-Grand Prix-Pilot Peter Öttl in bislang allen Rennen auf dem Podest, einzig ein Sieg fehlt ihm noch. "Es hat Spaß gemacht, richtig Spaß. Aber es war auch hart, denn wir waren eine große Gruppe und haben ständig die Plätze gewechselt. Es war hart, hat aber richtig Spaß gemacht. Ich wollte auch in der letzten Runde aus dem Windschatten noch etwas probieren, aber dann kam da eine gelbe Flagge und in den letzten Kurven war es nicht mehr möglich noch anzugreifen. Ich bin richtig happy wieder auf dem Podest zu sein."

In der Gesamtwertung konnte Miller seinen Vorsprung auf Amato ausbauen und liegt mit 65 Punkten jetzt elf Zähler vor seinem Teamkollegen. Dahinter geht es eng zu: Kristiansson verliert nur zwei Zähler auf Amato, Eckner (28), Michael Ecklmaier (26) und Finsterbusch (25) liegen knapp dahinter.

Ergebnisse IDM 125:

3. Lauf: 1. Toni Finsterbusch (Krostitz/KTM) 33:15,975 Min., 2. Jack Miller (AUS/Aprilia) 0,136 Sek. zur., 3. Alexander Kristiansson (SWE/KTM) 0,268 Sek. zur., 4. Luca Amato (Bergisch-Gladbach) 1,668 Sek. zur., 5. Maximilian Eckner (Dresden/beide Aprilia) 1,706 Sek. zur., 6. Philipp Öttl (Ainring/KTM) 6,117 Sek. zur.

IDM-Punktestand nach (3 von 8 Rennen):

1. Miller 65, 2. Amato 54, 3. Kristiansson 52, 4. Eckner 28, 5. Michael Ecklmaier (Gars/Honda) 26, 6. Finsterbusch 25

Weitere Informationen und Pressefotos finden Sie auf der IDM-Homepage unter www.idm.de .

Text: Toni Börner

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IDM Int. Deutsche Motorradmeisterschaft
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