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Alle Jahre wieder: "Wir schenken uns nichts!" - und dann?
Aktuelle Informationen aus dem Arbeitskreis Umgangsformen International(AUI)

Hamburg (ots) - So regelmäßig, wie Weihnachten jedes Jahr wiederkehrt, werden auch Absprachen getroffen, sich zu diesem Fest nichts zu schenken. Und ebenso zyklisch werden solche Übereinkünfte oft gebrochen. Das erweckt vielfach wenig angenehme Emotionen bei denen, die mit leeren Händen dastehen, wenn ihnen entgegen der Vereinbarung doch plötzlich ein Präsent überreicht wird: Von Irritation über "sich blamiert fühlen" oder Beschämung bis hin zu Ärger kann die Bandbreite reichen. Denjenigen sei als Erstes der Rücken gestärkt: Nicht Sie, die Sie sich an die Abmachung gehalten haben, brauchen sich in irgendeiner Form "mies" zu fühlen! Der Schwarze Peter liegt eindeutig auf der Seite der oder des "Trotzdem-Schenkenden"! Nehmen Sie die Gabe einfach ohne schlechtes Gewissen an - auch wenn es vielleicht schwerfällt. Es zurückzuweisen wäre ein sehr hartes und überzogenes Signal.

Tipp für alle, die für ihr Leben gern schenken und für die "das Fest des Jahres" ohne Präsente nicht vorstellbar ist: Stimmen Sie derlei Absprachen nur zu, wenn Sie den Willen aufbringen können, sich auch wirklich daran zu halten. Sagen Sie sonst direkt und ehrlich nein, um später den gegen ihren Willen Beschenkten unangenehme Gefühle zu ersparen und die Weihnachtsstimmung nicht zu trüben. Sollten wiederum Sie zu denjenigen gehören, die sich ohne irgendein Mitbringsel schlecht fühlen, hier die Rettung: Bei jeder Einladung, also auch zu Weihnachten, ist es nach wie vor üblich und richtig, als Gast mit einer kleinen Gabe - die nicht zwingend aus Blumen zu bestehen braucht - für die Mühen der Gastgebenden zu danken. Wenn die Betonung auf "klein" liegt, hat ein solches Gastgeschenk nichts mit einem "richtigen" Weihnachtspräsent zu tun.

Unangemeldeter Weihnachtsbesuch - ertragen oder wegschicken?

Unangemeldeten Weihnachtsbesuch braucht niemand zu ertragen, somit einen Überraschungsgast nicht einmal hereinzubitten, wenn dieser total ungelegen kommt. Lediglich unter sehr vertrauten Menschen und selbst unter solchen nur nach einer Aussage wie: "Du bist mir jederzeit auch ohne vorherige Ankündigung herzlich willkommen!", sind unangemeldete Besuche nicht unhöflich. In anderen Fällen ist es rücksichtslos - und zwar rund ums Jahr -, überhaupt eine überfallartige Visite ohne vorherige Absprache zu initiieren.

Familienstreit unterm Weihnachtsbaum - wie Sie ihn erfolgreich vermeiden

So wie es unter relativ Fremden Small-Talk-Tabus gibt, ist es auch bei Familientreffen - was keinesfalls ausschließlich zu Weihnachten gilt! - klug, gewisse Themen auszusparen. Dazu zählen grundsätzlich erst einmal alle, die Querelen in der Verwandtschaft betreffen. Über abwesende Angehörige zu reden, kann ebenfalls schnell ins Auge gehen und entweder in unschönen Klatsch und Tratsch oder in Missstimmung enden.

Darüber hinaus sind solche Gesprächsstoffe ungeeignet, von denen bekannt ist, dass sie für irgendeine anwesende Person "Aufreger" sind. Das kann durchaus über Familien-Interna hinausgehen. Wenn Sie beispielsweise wissen, dass Onkel X beim "Reizwort" Politik, Schwager Y schon bei der bloßen Erwähnung von Fußball und Tante Z bei Ernährungsfragen stets "hochgehen", verhalten Sie sich diplomatisch, wenn Sie solche Themengebiete auch bei einer Zusammenkunft an den Weihnachtsfeiertagen vermeiden.

Pressekontakt:

Inge Wolff, Vorsitzende Arbeitskreis Umgangsformen International
Telefon 49(0)175 7441118, inge.wolff.umgangsformen@t-online.de
Christian Götsch, Swinging World GmbH, 49(0)40/500582-15,
christian.goetsch@tanzen.de

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