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Sozialverband Deutschland (SoVD)

SoVD fordert das Recht auf eine Pflegekraft des eigenen Geschlechts

Berlin (ots)

Bundesfrauensprecherin Edda Schliepack erklärt:
Pflegebedürftige müssen das Recht haben, von einer Pflegekraft des
eigenen Geschlechts gepflegt zu werden. Dieses Recht muss für Frauen 
und Männer gleichermaßen gelten, denn Pflege berührt die Intimsphäre,
zum Beispiel bei der Körperpflege oder beim An- und Ausziehen.
Es ist leider immer noch keine Selbstverständlichkeit, dass der 
Wunsch nach einer Pflegekraft des eigenen Geschlechts von 
Pflegeheimen oder ambulanten Diensten berücksichtigt wird. Für 
Frauen, die körperliche oder sexuelle Gewalt erlebt haben, ist die 
Betreuung durch männliches Pflegepersonal aber eine schwere Belastung
oder sogar unerträglich. Hierbei geht es keineswegs um einige wenige 
Fälle: Laut repräsentativen Studien haben 40 Prozent der befragten 
Frauen seit ihrem 16. Lebensjahr körperliche und/oder sexuelle Gewalt
erlebt.
Die bisherige Formulierung im Gesetzentwurf der Pflegereform ist 
nicht ausreichend: "Wünsche der Pflegebedürftigen nach 
gleichgeschlechtlicher Pflege haben nach Möglichkeit Berücksichtigung
zu finden." Damit sind die Pflegebedürftigen nach wie vor auf den 
guten Willen der Pflegeheime und -dienste angewiesen, dies in 
Dienstplänen zu berücksichtigen.
Der SoVD hält es für unabdingbar, einen klaren und ausnahmslosen 
Rechtsanspruch auf eine Pflegekraft des eigenen Geschlechts zu 
verankern. Die Intimsphäre pflegebedürftiger Frauen und Männer muss 
besser geschützt werden. Dies würde auch den Rechtsanspruch 
behinderter Menschen auf eine Pflegekraft des gleichen Geschlechts 
klarstellen.
Der SoVD unterstützt darüber hinaus die Empfehlung des Bundesrates, 
wonach
in der Pflegeversicherung die Verankerung einer geschlechtersensiblen
Sichtweise erforderlich ist. Geschlechtsspezifischen Unterschieden 
bezüglich der Pflegebedürftigkeit und des Bedarfs an Leistungen muss 
Rechnung getragen werden.
V.i.S.d.P.: Dorothee Winden

Pressekontakt:

Kontakt:
Dorothee Winden
SoVD-Bundesverband
Pressestelle
Stralauer Str. 63
10179 Berlin
Tel.: 030/72 62 22 129/ Sekretariat -123
Fax: 030/72 62 22 328
E-Mail: pressestelle@sovd.de

Original-Content von: Sozialverband Deutschland (SoVD), übermittelt durch news aktuell

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