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Bei Bluthochdruck und Herzschwäche: Auf die Magnesium-Versorgung achten

Bei Bluthochdruck und Herzschwäche: Auf die Magnesium-Versorgung achten
Menschen mit Bluthochdruck oder Herzschwäche leiden häufig unter Magnesium-Mangel. Das Mineralstoff-Defizit kann wiederum zum Blutdruckanstieg führen und dem Herzen schaden. Fotoquelle: Colourbox.de/Wörwag / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/43594 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. ...

Böblingen (ots) - Wenn der Blutdruck zu hoch oder das Herz schwach ist, sollten Betroffene besonders auf ihre Magnesium-Versorgung achten. Darauf weisen Wissenschaftler um Prof. Klaus Kisters in aktuellen Veröffentlichungen hin.(1,2) In einer eigenen Untersuchung am St. Anna Hospital in Herne beobachtete Kisters, dass bei Patienten mit Herzschwäche (Herzinsuffizienz) und Bluthochdruck der Krankheitsverlauf positiv beeinflusst werden kann, wenn diese zusätzlich zu ihren Herz- und Bluthochdruck-Medikamenten Magnesiumorotat - eine organische Verbindung aus Magnesium und der vitaminähnlichen Substanz Orotsäure - einnehmen.

Bei allen elf Patienten, die die Biofaktoren-Kombination erhielten, zeigten sich positive Effekte auf den Blutdruck, auf Herz-Rhythmusstörungen und auf den so genannten NT-proBNP-Wert (N-terminal-pro Brain Natriuretic Peptide). Der NT-proBNP-Wert gilt als wichtiger Marker der Herzinsuffizienz und dient sowohl zur Diagnostik als auch zur Beurteilung der Prognose und des Therapieverlaufs. Bei den mit Magnesiumorotat (magnerot Classic N) behandelten Patienten sank dieser Marker bereits nach einer Woche statistisch signifikant. Nebenwirkungen wurden nicht beobachtet.

Im Magnesiumorotat ist der Mineralstoff Magnesium an Orotsäure gebunden. Diese vitaminähnliche Substanz kommt sowohl in der Milch vor, wird aber auch im Körper gebildet und ist hier eine wichtige Vorstufe im Energiestoffwechsel. Sie kann die Energiebildung und die Magnesiumbindung in den Zellen unterstützen.

Dass eine ergänzende Magnesiumorotot-Behandlung bei herzinsuffizienten Patienten, die bereits eine optimale Herztherapie erhalten, einen Nutzen haben kann, wurde bereits vor einigen Jahren in der MACH-Studie nachgewiesen.(4) In dieser Placebo-kontrollierten Studie mit 79 schwer herzinsuffizienten Patienten konnte durch die ergänzende Magnesiumorotat-Therapie sowohl die Lebensqualität als auch die Lebenserwartung deutlich verbessert werden.

Auch der blutdrucksenkende, herzrhythmusstabilisierende und herzschützende Effekt von Magnesium ist in zahlreichen Studien belegt.(3) Prof. Kisters rät daher: "Bei Patienten mit Bluthochdruck und Herzerkrankungen ist eine optimale Magnesium-Versorgung von großer Bedeutung. Ein Mangel sollte unbedingt rasch ausgeglichen werden, um weitere Schäden oder eine Verschlechterung des Krankheitsverlaufs zu vermeiden." Das gelte insbesondere für Menschen, die auch an Diabetes leiden, betonte Kisters.

Quellen:

   1) Kisters K, Gremmler B, Gröber U. Magnesium deficiency in 
      hypertensive heart disease, J Hypertens 2015, 33, e273. 
   2) Kisters K, Gremmler B, Gröber U. Natriuretic peptides, 
      hypertension, heart insufficiency and magnesium. Adv Techn Biol
      Med 2015, S2. 
   3) Gröber U, Schmidt J, Kisters K, Magnesium in Prevention and 
      Therapie. Nutrients 2015, 7, 8199-8226. 
   4) Stepura OB, Martynow AI, Magnesium orotate in severe congestive
      heart failure (MACH). Int J Cardiol 2009, 134, 145-147. 

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