Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V.

BME: Globale Krisen fordern den Einkauf heraus

Frankfurt am Main (ots) - Die Abschwächung des Wachstums in China, die Fragilität der Schwellenländer, volatile Märkte und wachsende geopolitische Spannungen haben den Beschaffungsabteilungen in diesem Jahr zugesetzt. Die Unternehmen wissen: Um auch 2015 geschäftlich erfolgreich zu sein, sind erhöhte Anstrengungen erforderlich. So bedarf es insbesondere einer deutlichen Steigerung der Agilität der Wertschöpfungsketten. Einkauf, Logistik und Supplier benötigen aktuelle Informationen und Meinungen, um gemeinsam wachsen zu können. Deshalb diskutieren 2.000 Einkaufsmanager noch bis zum 14. November auf dem 49. BME-Symposium Einkauf und Logistik in Berlin über Anforderungen und Potenziale in der Beschaffung.

Horst Wiedmann, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME), betonte in seiner Eröffnungsrede, dass die zahlreichen Krisenherde rund um den Globus die Unternehmen verunsichern und für zu viel Psychologie im Markt sorgen. Die Folge: Geplante Sourcing-Projekte würden auf Eis gelegt und Investments zurückgestellt. Viele Einkäufer blickten deshalb mit gemischten Gefühlen ins neue Jahr: Einerseits schrumpften die Auftragseingänge in den Betrieben und gefährdeten damit die Umsatzziele. Andererseits profitiere der Einkauf durch die seit Monaten sinkenden Rohstoffpreise und könne dadurch einen aktiven Beitrag zur Kostendämpfung im Unternehmen leisten.

Angesichts der Internationalisierung und einer sich nur zögerlich erholenden Weltwirtschaft müssten sich Einkäufer und Supply Chain Manager mehr denn je als kompetente Geschäftspartner positionieren. Wiedmann: "Neue Strategien sind gefragt, um im Wettbewerb von Morgen bestehen zu können. Bisher sind die Unternehmen erfolgreich am Markt gewesen, die intern über die besten Fähigkeiten verfügten. Künftig sind es die Firmen, die die attraktivsten Geschäftspartner auswählen und dauerhaft an sich binden." Der Einkauf brauche deshalb qualifizierte und verlässliche Lieferanten in den Wachstumsregionen jenseits der traditionellen Märkte, betonte Wiedmann abschließend.

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