Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V.

BMWi/BME-Verbundprojekt REPROC: Prozessmodell für elektronische Beschaffung besteht den Praxistest

Frankfurt am Main (ots) - Die öffentliche Hand bei der Umstellung der Beschaffung auf medienbruchfreie elektronische Prozesse zu unterstützen ist das Ziel des vom Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME) initiierten Verbundprojektes REPROC - References Procurement. Dadurch sollen Effizienzsteigerungen und Kostensenkungen im öffentlichen Sektor erreicht werden. Das Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi).

Der BME hat in einem ersten Schritt mit Verbundpartnern der öffentlichen Hand ein einheitliches Basis-Prozessmodell entwickelt. Das Modell bildet erstmals den Gesamtprozess der öffentlichen Beschaffung lückenlos ab. Es wird derzeit beim REPROC-Verbundpartner Hessen in einem Pilotprojekt evaluiert. Die Umsetzung erfolgt dabei durch das Hessische Finanzministerium, durch das Präsidium für Technik, Logistik und Verwaltung der Hessischen Polizei (PTLV) und durch das Hessische Wirtschaftsministerium. In den drei Institutionen findet ein Abgleich des REPROC-Prozessmodells mit den dort vorhandenen Beschaffungsprozessen statt.

Die Bedeutung des Projekts zeigt sich daran, dass die REPROC-Evaluierung in Hessen auch politisch abgesegnet wurde. "Durch den Beschluss des Kabinettsausschusses Verwaltungsreform war der Weg frei zur Umsetzung von REPROC", sagt Stefan Müller vom Hessischen Wirtschaftsministerium. "REPROC bietet eine sehr gute Möglichkeit, den Status quo der vorhandenen Prozesse aufzugreifen und Optimierungspotenziale zu ermitteln", so Müller.

Die Entwicklung des Prozessmodells wurde von öffentlichen Auftraggebern aller Ebenen (Bund, Ländern, Kommunen, Selbstverwaltungskörperschaften) unterstützt. In den kommenden Monaten werden u.a. die Bundesagentur für Arbeit und die Deutsche Rentenversicherung Bund ihre Beschaffungsprozesse mit dem REPROC-Prozessmodell abgleichen. "Erst im Abgleich des Modells durch die Nutzer zeigt sich die Praxistauglichkeit von REPROC", erklärt REPROC-Projektleiterin Martina Jungclaus vom BME.

Derzeit wird eine Prozess-Dokumentation für REPROC erstellt, die andere potenzielle Anwender bei der Evaluierung unterstützen soll. Mitte 2011 werden die Ergebnisse in Form eines Pflichtenheftes vorliegen.

REPROC-Prozessmodell unter www.reproc.de

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