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EMI: Energieverteuerung pusht Einkaufspreise im Januar

Frankfurt am Main (ots) - Die Verteuerung von Energie und Kraftstoffen hat im Januar zu einem deutlichen Anstieg der Einkaufspreise in Deutschland geführt. Dennoch legte die Industrie Anfang des Jahres erneut kräftig zu. So kletterte der saisonbereinigte Markit/BME-Einkaufsmanager-Index (EMI) von 52.7 im Dezember 2009 auf 53.7 im Januar 2010. "Das Anspringen der Konjunktur dürfte die Situation der strategischen Einkäufer in den deutschen Industriebetrieben spürbar entlasten. Sie tragen aufgrund des durch die Finanz- und Wirtschaftskrise verursachten Kostendruckes in allen Unternehmensbereichen eine besondere Verantwortung", kommentierte Dr. Holger Hildebrandt, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME), am Mittwoch die aktuelle EMI-Statistik.

Nachdem sich der Teilindex "Produktion" im Dezember mit saisonbereinigt 56.6 Punkten auf hohem Niveau stabilisiert hatte, erreichte er im Januar (58.1 Punkte) den höchsten Wert seit über zwei Jahren. Global Player und KMU verbuchten im Berichtsmonat so viele Neuaufträge wie seit drei Jahren nicht mehr.

Trotz des deutlichen Anstiegs der Einkaufspreise wurden die Verkaufspreise im Januar ein weiteres Mal reduziert. Das Räumen der Vormateriallager verlor merklich an Tempo. Der 16. Beschäftigungsabbau in der deutschen Industrie fiel infolge weiterer Restrukturierungen und Kosteneinsparungen noch stärker aus als im Dezember 2009.

Der "Markit/BME Einkaufsmanager-Index" (EMI) ist ein monatlicher Frühindikator zur Vorhersage der konjunkturellen Entwicklung in Deutschland. Der Index erscheint seit 1996 unter Schirmherrschaft des Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME), Frankfurt. Er wird von der britischen Forschungsgruppe Markit Economics, London, erstellt. Der Index beruht auf der Befragung von 500 Einkaufsleitern/Geschäftsführern der verarbeitenden Industrie in Deutschland (nach Branche, Größe, Region repräsentativ für die deutsche Wirtschaft ausgewählt). Der EMI orientiert sich am Vorbild des US-Purchasing Manager´s Index (PMI).

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